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Jugendmusiziergruppe “Michael Praetorius“
Das 1976 von Luise Rummel gegründete Ensemble vereint heute ca. 35 jugendliche Musikanten im Alter von 12-20 Jahren. In der Spatzengruppe musizieren 9-11 jährige Nachwuchs-Praetorianer. Die Jugendmusiziergruppe ist offen für interessierte Instrumentalschüler aller Ausbildungseinrichtungen in und um Leipzig. Sie ist kein Jugendorchester in Standardbesetzung. Sie hat ein ganz eigenes und unverwechselbares pädagogisches und künstlerisches Profil. Neben den Orchester-Streich- und Blasinstrumenten spielen Blockflöten im Ensemble eine herausragende Rolle.

Eine weitere Besonderheit: Die Kinder und Jugendlichen spielen neben „ihrem“ Instrument auch auf historischen Instrumenten, insbesondere aus der Zeit des Namenpatrons der Jugendmusiziergruppe. Dazu zählen Schalmei, Rauschpfeife, Krummhorn, Cornamuse, Pommer, Dulzian, Portativ, Fiedel, Rebec, Gambe, kleine Harfe, Hümmelchen, Hackbrett, Glocken und Schlagwerk. Durch die Einbeziehung der historischen Instrumente ist es dem Ensemble möglich, Musik aller Epochen der neueren Musikgeschichte zu interpretieren und nicht nur Musik aus dem 18. - 20. Jahrhundert, dem üblichen Repertoire von Jugendorchestern. Natürlich fühlt sich das Jugendensemble den reichen Musiktraditionen seiner Heimatstadt besonders verbunden und erarbeitet weltliche und geistliche Kompositionen der Thomaskantoren und –organisten wie Rhaw, Schein, Rosenmüller, Krieger, Kuhnau und dem „director musices“ Johann Sebastian Bach.

Bei aller Liebe und Achtung gegenüber den musisch-kulturellen Traditionen stellt die Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen musikalischen Schaffen einen unverzichtbaren Schwerpunkt der pädagogisch-künstlerischen Arbeit dar. Zeitgenössische Kompositionen sind deshalb Bestandteil praktisch aller Konzertprogramme. Davon zeugen auch die zahlreichen Uraufführungen durch unser Ensemble.

Seit seiner Gründung 1976 hat sich die Jugendmusiziergruppe einen Ruf als innovatives und in der Musikpädagogik einzigartiges Jugendensemble erworben. Auf Tourneen in die USA, Russland, Israel, Frankreich, Norwegen, Estland, Lettland und Italien sowie bei zahlreichen Engagements innerhalb Deutschlands fand das Ensemble hohe Anerkennung. Zwei CD-Produktionen dokumentieren die Arbeit des Ensembles.

Die Ensemblearbeit erfolgt im Rahmen eines Vereins in freier Trägerschaft.

Wer sich über historische Instrumente, so wie wir sie spielen, informieren möchte, dem sei folgende Internetseite empfohlen. (www.cronopio.de)